Warum elektrisch?

Ich möchte hier meine Beweggründe darlegen, warum ich mich für ein Elektrofahrzeug entschieden habe.

Ich bringe hier meine eigene persönliche subjektive Meinung zum Ausdruck!

Ich bin Jahrgang 1957 und war immer sehr technikbegeistert. Ich habe in meiner Jugend aber auch das Buch: „Die Grenzen des Wachtums“ gelesen oder den Film „Koyaanisqatsi“ gesehen. Hier wurde schon sehr früh über die Auswirkungen unserer Wachstumsgesellschaft berichtet.

Ich habe Nachrichtentechnik, Physik und Informatik studiert und später in der Robotertechnik gearbeitet. Dann im Fahrzeugbau im Bereich Steuerung von Komponenten und Kommunikation über CAN-Bus. Da mir das irgendwann zu öde wurde, habe ich mich noch mit der automatisierten Verarbeitung von Medien beschäftigt.

Meine täglichen Arbeitswege im Grossraum München waren mit bis zu 60 km immer recht lang und ich bin je nach Jahreszeit und Situation mal mit dem Auto oder dem öffentlich Nahverkehr gefahren.

Seit dem Jahr 2003 bin ich im Grossraum Berlin im Bereich Hausverwaltung tätig. Bis 2014 habe ich auch schwere körperliche Arbeit auf Baustellen geleistet, hauptsächlich im Bereich Installation der Elektrik und dem Anbringen von Fliesenspiegeln in Bad und Küche.

Eigentlich würde mir in meiner jetzigen beruflichen Situation der öffentliche Nahverkehr in Berlin völlig ausreichen. Da ich aber seit einigen Jahren auch Sportschütze bin und mit meinen Sportgeräten vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen bin, brauche ich einen fahrbaren Untersatz, mit dem ich die 42 km entfernte Sportanlage erreichen kann. Höchstgeschwindigkeit ist auf dieser Strecke 80 km/h.

Seit 2011 nutze ich einen Lupo 3L der auf diesen Stecken im Sommer tatsächlich nur 3 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Im Winter erhöht sich der Verbrauch auf 3,3 Liter. Ich fahre aber konsequent keine Kurzstrecken. Gehe also öfter zu Fuss oder fahre mit dem Fahrrad.

Der Lupo ist jetzt 17 Jahre alt und speziell die Kunststoffteile lösen sich überall auf. Auch musste ich schon einige Komponenten, wie z. Bsp. hintere Feststellbremsen, Bremsschscheiben vorne, Wischermotor und Getriebe-Druckspeicher erneuern. Querlenker und hintere Stossdämpferlagerung wären als nächstes fällig.

Die Umweltprämie für alternative Antriebe und die zeitgleiche Dieselabwrackprämie im Jahre 2017 hat mich dazu bewogen, Plug-In Hybride und reine Elektroautos genauer zu untersuchen.

Zur Auswahl stand Toyota, BMW und Volkswagen. Letztlich habe ich mich zwischen dem Modell Golf GTE und e-Golf entschieden. Die Fahrzeuge erscheinen recht teuer sind aber auch hervorragend ausgestattet. In Verbindung mit den Prämien sind sie nur wenig teurer, als vergleichbar ausgestattete Modelle mit reinem Verbrennungsmotor.

Der GTE war mir aber im laufenden Unterhalt zu teuer und in der Technik zu aufwändig. Die elektrische Reichweite hätte kaum für eine einfache Fahrt zu meinem Sportgelände gereicht. Ich hätte den Wagen also an jede verfügbare Steckdose anschliessen müssen oder den recht hohen Benzinverbrauch in Kauf nehmen müssen.

Beim e-Golf passt es für mich wesentlich besser. Die Reichweite reicht mindestens für zwei Trainingstage im Winter, im Sommer sogar für drei. Erst dann muss er wieder für 45 Minuten an den Gleichstrom-Schnelllader oder für 4 Stunden an den Wechselstromlader ganz in meiner Nähe. Im Moment arbeite ich an einer Lademöglichkeit auf unserem Eigentümerstellplatz, falls in Zukunft die Nachfrage nach freien Ladesäulen grösser als das Angebot ist.

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