Notladekabel funktioniert

Heute habe ich das Notladekabel, auch Knochen genannt, getestet. Dazu habe ich meine Ersatzherdsteckdose mit einem 25 Meter langen Schukoverlängerungskabel mit 3 x 2,5 qmm nach draussen „verlängert“ und das Notladekabel mit dem „Knochen“ daran angeschlossen. Dann den Mennekesstecker ins Auto eingesteckt und am AID wurde gleich angezeigt, dass geladen wird.

Ich habe 3 Stunden geladen und immer wieder geprüft, ob die elektrische Verbindung zwischen Auto und Stromzähler warm wird. Das Verlängerungskabel wurde leicht warm, die Steckdose in der Wand etwas wärmer. In dieser Zeit wurden 7 kWh geladen, was ungefähr 50 km Reichweite entspricht.

In der Zwischenzeit habe ich die separat bestellten Edelstahlpedalkappen montiert

und eine Antirutschunterlage in Form einer Yogamatte für „Langkoffer“ getestet.

Wingle

Heute habe ich mir den WLAN-Stick fürs Auto vorgenommen.

Es ist ein ZONG MBB – E8372.

Ich habe zuerst eine Nano-SIM mit Adapter in den Fullsize SIM-Slot des Sticks gesteckt.

Mit der HuaweiHi iOS App bin ich nicht weit gekommen. Dann habe ich den Stick an einen Rechner angeschlossen und konnte über IP 192.168.8.1 darauf zugreifen.

Der voreingestelle Account ist Username: admin Passwort: admin

Jetzt konnte ich die PIN der SIM-Karte eingeben, auf LTE umstellen und das admin Passwort ändern. Das Passwort für das WLAN steht auf dem Stick.

Als Test konnte ich mich dann mit einem alten iPod, das ich nicht mehr verwende, in das WLAN des Sticks einloggen. Sicherheitshalber, falls das iPod das Passwort über die iCloud ausplaudert, habe ich gleich die Hintergrundaktualisierung meines iPhones deaktiviert. Nicht, dass mir das iPhone unterwegs das Datenkontigent vom Stick leer saugt.

Den Stick montiere ich hinten im Kofferraum und versorge ihn mit einem kleinen USB-Adapterkabel und einem USB-Ladestecker über die Kofferraum-Steckdose. Diese steht normalerweise nur unter Strom, wenn das Fahrzeug eingeschaltet ist.

Easy Wallbox

Im Moment nutze ich die Wartezeit für die Zulassung des e-Golfs für die Montage des Easy Wallbox Bausatzes B163 mit 11kW und Typ 2 Ladekabel von der Firma Elektrofahrzeug Umbau.

Auf der Tüte von dem Bausatz ist ein mit Passwort geschützter Internetlink aufgedruckt unter der man die Anleitung für die Montage herunterladen kann.

Eine Stunde später fehlt nur noch der Drehstromanschluß:

Ich möchte die Box portabel haben und schliesse sie über ein Drehstromkabel an einer abgesicherten Drehstromsteckdose an.

Montage des Anschlusssteckers:

Der kleine rote Schraubenzieher wird zum Anschliessen der grünen Klemmen an der Steuereinheit benötigt. Dafür ist der beigefügte „Phasenprüferschraubenzieher“ zu breit:

Die fertig aufgebaute Box ohne das optionale BT-Modul:

Fertige Box mit beiden Anschlusskabeln:

Ladekarten

Ich habe den letzten Monat dazu genutzt, einige Ladekarten anzufordern.

Als erstes habe ich mir den „Schlüsselanhänger“ von dem Berliner Unternehmen Plugsurfing bestellt. Hiermit kann ich an unzähligen Berliner Wechselstrom-Ladesäulen der Firma be-mobil pauschal für aktuell 6 EUR laden. Die Verweildauer an diesen Ladesäulen ist von 8-18 Uhr auf 4 Stunden begrenzt und der e-Golf kann in dieser Zeit mit 7,2 kW nahezu vollladen.

Als zweites habe ich die Ladekarte von Vattenfall bestellt, mit der per kW/h abgerechnet werden kann. Die Karte ist aktuell immer noch nicht eingetroffen.

Als dritte Option habe ich die Autostrom-Karte von Maingau bestellt, welche mir nach 3 Tagen zugestellt wurde. Mit dieser Karte wird nach Minutentarif abgerechnet. Die Karte ist daher vor allem für Schnellladesäulen interessant.

Der Minutenpreis reduziert sich auf 40%, wenn man seinen häuslichen Stromanbieter zu Maingau Energie wechselt.

Warum elektrisch?

Ich möchte hier meine Beweggründe darlegen, warum ich mich für ein Elektrofahrzeug entschieden habe.

Ich bringe hier meine eigene persönliche subjektive Meinung zum Ausdruck!

Ich bin Jahrgang 1957 und war immer sehr technikbegeistert. Ich habe in meiner Jugend aber auch das Buch: „Die Grenzen des Wachtums“ gelesen oder den Film „Koyaanisqatsi“ gesehen. Hier wurde schon sehr früh über die Auswirkungen unserer Wachstumsgesellschaft berichtet.

Ich habe Nachrichtentechnik, Physik und Informatik studiert und später in der Robotertechnik gearbeitet. Dann im Fahrzeugbau im Bereich Steuerung von Komponenten und Kommunikation über CAN-Bus. Da mir das irgendwann zu öde wurde, habe ich mich noch mit der automatisierten Verarbeitung von Medien beschäftigt.

Meine täglichen Arbeitswege im Grossraum München waren mit bis zu 60 km immer recht lang und ich bin je nach Jahreszeit und Situation mal mit dem Auto oder dem öffentlich Nahverkehr gefahren.

Seit dem Jahr 2003 bin ich im Grossraum Berlin im Bereich Hausverwaltung tätig. Bis 2014 habe ich auch schwere körperliche Arbeit auf Baustellen geleistet, hauptsächlich im Bereich Installation der Elektrik und dem Anbringen von Fliesenspiegeln in Bad und Küche.

Eigentlich würde mir in meiner jetzigen beruflichen Situation der öffentliche Nahverkehr in Berlin völlig ausreichen. Da ich aber seit einigen Jahren auch Sportschütze bin und mit meinen Sportgeräten vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen bin, brauche ich einen fahrbaren Untersatz, mit dem ich die 42 km entfernte Sportanlage erreichen kann. Höchstgeschwindigkeit ist auf dieser Strecke 80 km/h.

Seit 2011 nutze ich einen Lupo 3L der auf diesen Stecken im Sommer tatsächlich nur 3 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Im Winter erhöht sich der Verbrauch auf 3,3 Liter. Ich fahre aber konsequent keine Kurzstrecken. Gehe also öfter zu Fuss oder fahre mit dem Fahrrad.

Der Lupo ist jetzt 17 Jahre alt und speziell die Kunststoffteile lösen sich überall auf. Auch musste ich schon einige Komponenten, wie z. Bsp. hintere Feststellbremsen, Bremsschscheiben vorne, Wischermotor und Getriebe-Druckspeicher erneuern. Querlenker und hintere Stossdämpferlagerung wären als nächstes fällig.

Die Umweltprämie für alternative Antriebe und die zeitgleiche Dieselabwrackprämie im Jahre 2017 hat mich dazu bewogen, Plug-In Hybride und reine Elektroautos genauer zu untersuchen.

Zur Auswahl stand Toyota, BMW und Volkswagen. Letztlich habe ich mich zwischen dem Modell Golf GTE und e-Golf entschieden. Die Fahrzeuge erscheinen recht teuer sind aber auch hervorragend ausgestattet. In Verbindung mit den Prämien sind sie nur wenig teurer, als vergleichbar ausgestattete Modelle mit reinem Verbrennungsmotor.

Der GTE war mir aber im laufenden Unterhalt zu teuer und in der Technik zu aufwändig. Die elektrische Reichweite hätte kaum für eine einfache Fahrt zu meinem Sportgelände gereicht. Ich hätte den Wagen also an jede verfügbare Steckdose anschliessen müssen oder den recht hohen Benzinverbrauch in Kauf nehmen müssen.

Beim e-Golf passt es für mich wesentlich besser. Die Reichweite reicht mindestens für zwei Trainingstage im Winter, im Sommer sogar für drei. Erst dann muss er wieder für 45 Minuten an den Gleichstrom-Schnelllader oder für 4 Stunden an den Wechselstromlader ganz in meiner Nähe. Im Moment arbeite ich an einer Lademöglichkeit auf unserem Eigentümerstellplatz, falls in Zukunft die Nachfrage nach freien Ladesäulen grösser als das Angebot ist.